Menschenrechte

 

Von Bruce Friedrich

 

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Noch ein Grund, weshalb wir uns vegan ernähren sollten, sind die Menschenrechte. Auf dem College war ich in einer Gruppe aktiv, die sich „Poverty Action Now“ nannte. Wir sammelten Geld für Oxfam International und organisierten Wochenendausflüge, um im Obdachlosenheim einer nahe gelegenen Stadt zu helfen. Lappés Analyse der Armut auf dieser Welt und die Tatsache, dass so viele Menschen verhungern, während wir in der entwickelten Welt so übermäßig essen, trafen mich zutiefst. Genau jetzt leben 1.3 Milliarden Menschen, mehr als 20 Prozent der Weltbevölkerung, in schrecklicher Armut. Genau jetzt leiden 800 Millionen Menschen an einem Syndrom, das von den Vereinten Nationen als „Unterernährung“ bezeichnet wird, doch das ist ein beschönigender Ausdruck: Diese Menschen verhungern. Jedes Jahr sterben 40 Millionen Menschen an den Folgen der Unterernährung.
Die Tatsache, dass während der gesamten letzten großen Hungersnot in Äthiopien genau dieses Land Soja für sogenannte Nutztiere nach Europa exportierte, ist deprimierend. Somalia tat genau das gleiche in den frühen 1990er Jahren.
Das gleiche Verhältnis besteht heute zwischen Lateinamerika und den Vereinigten Staaten. Ein Beispiel: Zwei Drittel des landwirtschaftlich genutzten Landes in Mittelamerika wird für die Aufzucht von sogenannten Nutztieren verwendet, von denen wiederum fast alle exportiert oder von den wenigen Reichen in diesen Ländern gegessen werden. Es ist erst zwei Jahre her, als die U.N. Commission on Nutritional Challenges for the 21st Century mitteilte, dass während der nächsten 20 Jahre 1 Milliarde Kinder als Folge einer unzureichenden Kalorienzufuhr dauerhaft behindert sein würden, wenn es nicht endlich zu großen Veränderungen kommt. Gemäß der Kommission wäre der erste Schritt zur Abwendung dieser Tragödie, die Menschen dazu zu bringen, sich von traditionellem Getreide, Früchten und Gemüse zu ernähren. Es stellt sich also die Frage: Weshalb verfüttern wir Unmengen an Getreide, Soja und Mais an all die Tiere, die wir züchten, nur um sie dann zu töten, wo doch so viele Menschen verhungern, weil ihnen das
Allernötigste zum Leben fehlt?
In den USA erschien vor ein paar Jahren ein Buch vom Enthüllungsjournalisten Eric Schlosser mit dem Titel Fast Food Gesellschaft. In Fast Food Gesellschaft beschreibt Schlosser detailliert die schlechte Behandlung von Schlachthausarbeitern und erwähnt auch, dass die Verletzungsrate von Schlachthausarbeitern neunmal so hoch ist wie die von Kohlenbergarbeitern in Appalachia, West Virginia, dass manche Schlachthäuser eine Fluktuationsrate von 300 Prozent haben, und dass viele Schlachthäuser die schlimmsten Jobs für Leute stellen, die sich illegal in den USA aufhalten und deshalb keinerlei Rechte für sich beanspruchen können. Die Jobs in den Schlachthäusern sind sicherlich die gefährlichsten und unangenehmsten hierzulande. Es führt kein Weg an der Tatsache vorbei, dass der Konsum von Fleisch und Milchprodukten diese Art von Arbeitsverhältnissen fördert.
Wohlergehen der Tiere
Der vierte Grund, weshalb wir uns vegan ernähren sollten, ist die Erkenntnis, dass der Konsum von tierischen Produkten zur Grausamkeit gegenüber Tieren beiträgt. Wenn wir Menschen nicht dafür bezahlen wollen, dass sie Tieren völlig überflüssiges Leid zufügen, dann ist eine vegane Ernährung die einzige Ernährungsweise, die Sinn macht.
Ich will es ganz deutlich sagen: Selbst wenn eine vegane Ernährung nicht besser für unseren Planeten und nicht gesünder als eine Ernährung mit tierischen Produkten wäre, so wäre sie aus ethischer Sicht dennoch die einzig richtige Entscheidung, um zu verhindern, dass Tiere in unserem Auftrag gezüchtet, misshandelt und zwangsläufig geschlachtet werden. Wir teilen diesen Planeten mit einer Vielzahl einzigartiger Lebewesen, und wenn wir nicht wollen, dass sie leiden, dann dürfen wir sie nicht essen.
Vor zwanzig Jahren erzählten uns die Wissenschaftler noch – die gleichen übrigens, die auch verlauten ließen, wir könnten ruhig Lightzigaretten rauchen – dass Tiere kein so ausgeprägtes Schmerzempfinden hätten wie wir Menschen. Kein einziger seriöser Wissenschaftler glaubt heute noch an diesen Schwachsinn. In der Zwischenzeit weiß jeder, dass Rinder, Schweine, Hühner, Fische – alle sogenannten Nutztiere – nicht nur Schmerz empfinden, sondern auch Freude, Kummer, Angst, Stress und eine ganze Reihe weiterer Emotionen, genauso wie wir Menschen auch. Sie haben diese und andere Fähigkeiten mit uns gemein.
Hier nur ein paar Beispiele von vielen: Wissenschaftler der Universität von Guelph haben
herausgefunden, dass Schweine und Hühner in einem kalten Stall die Heizung anschalten, wenn sie die Möglichkeit dazu haben, und dass sie die Heizung auch wieder ausschalten, wenn es ihnen zu warm wird. Forscher der Universität von Bristol haben beobachtet, dass Hühner durch ein kompliziertes Labyrinth den Weg zu ihrem Nest finden, um ihre Eier nicht auf dem Stallboden legen zu müssen. Vor kurzem erschien ein Artikel in der New York Times. Es ging in diesem Artikel darum, dass Schafe die Gesichter von 50 oder mehr Schafen oder Menschen auf Fotos erkennen können, selbst wenn sie die abgebildeten Schafe oder Menschen seit zwei Jahren nicht mehr gesehen haben. In Pennsylvania hat ein Forscher gezeigt, dass Schweine gerne Videospiele spielen und darin besser sind als manche Primaten. Ein Forscher in Saskatchewan erforscht das komplexe Sozialleben der Rinder, wobei er herausgefunden hat, dass sie sehr ähnlich interagieren wie wir Menschen. Diese Wissenschaftler sind mit Tierbesitzern und vielen Kleinbauern einer Meinung, dass Tiere Individuen sind, die Gefühle haben, genauso wie wir Menschen auch.
Die Wissenschaft und das Verständnis für Tiere haben zwar Fortschritte gemacht, in den fabrikartigen Farmen hat sich jedoch nichts zum Positiven verändert. Senator Robert Byrd sagte
vor dem U.S. Senat: „Die unmenschliche Behandlung der Nutztiere breitet sich immer mehr aus und wird immer barbarischer.“
Er beschrieb das Leid der Schweine in winzigen Boxen, der Hennen in den Käfigen, der Kälber in den Lattenverschlägen und die unmenschliche Schlachtung all dieser Tiere. Senator Byrd stellte fest: „Diese Kreaturen haben Gefühle; sie empfinden Schmerz. Sie leiden unter ihren Schmerzen genauso wie wir Menschen.“
Ich hoffe, dass Du Dir PETAs kurzes “Meet Your Meat”-Video anschauen wirst. Dieses Video kannst Du Dir online anschauen oder bestellen unter Veggie-Online.de. Bitte kopiere das Video für jeden, von dem Du denkst, dass bei ihm noch Grund zur Hoffnung besteht und ermutige ihn, das Video ebenfalls für andere zu kopieren. Das Video zeigt Dir, welche Grausamkeiten Du mit dem Konsum von Fleisch, Milchprodukten und Eiern unterstützt. Alles, was Du in diesem Video siehst, ist Standard in der sogenannten Nutztierindustrie.
Es ist Fakt, dass die Produktion aller tierischen Produkte – völlig egal, ob es sich dabei um Fleisch, Milchprodukte oder Eier handelt - unter modernen Tierzuchtbedingungen immer das Töten der Tiere beinhaltet, sobald diese nicht länger profitabel sind, und dies ist immer ein grausamer und gewalttätiger Vorgang. Mal ganz abgesehen davon, dass die Tiere letzten Endes immer getötet werden, werden sie während ihres kurzen Lebens in den fabrikartigen Farmen gnadenlos missbraucht, und zwar auf eine Art, die illegal wäre, würde es sich hier um Hunde oder Katzen – also Haustiere - handeln. All ihre natürlichen Bedürfnisse werden diesen Tieren verweigert; ihr ganzes Leben, von der Geburt bis zum Tod, ist eine einzige schreckliche Qual. Alice Walker bezeichnet den Konsum von tierischen Produkten als „Elend essen“.
Aus lauter Profitgier werden in der sogenannten Nutztierindustrie völlig abnormale Zuchtpraktiken angewendet, damit die Tiere viel schneller wachsen als normal ist, doch ihre Organe und Glieder können mit diesem schnellen Wachstum nicht mithalten. Die Oberkörper von Hühnern wachsen beispielsweise siebenmal so schnell wie dies noch vor 25 Jahren der Fall war, aber Lunge, Herz und Glieder können nicht so schnell wachsen. Diese Tiere leben nicht einmal zwei Monate, dann haben sie ihr volles Schlachtgewicht erreicht, aber vorher sterben schon viele von ihnen an Lungen- oder Herzversagen oder leiden an Missbildungen der Beine, die zu Lähmungserscheinungen führen. Hühner und Truthähne sind von Natur aus neugierig und aktiv und würden normal ihr ganzes Leben damit verbringen, sich im Staub zu suhlen, sich zu sonnen,
im Unterholz zu graben, Nester zu bauen, mit ihren Küken zu spielen, usw. Wenn man eutzutage eine Hühnerzuchtfabrik mit Zehntausenden von Hühnern betritt, sieht man, dass die Tiere nach gerade mal einem Monat so geschwächt sind, dass sie sich kaum noch bewegen können.
Allen anderen Tieren, die zur Nahrungsgewinnung gezüchtet werden, geht es nicht besser: Rindern und Schweinen werden ohne jegliche Betäubung die Hoden herausgerissen. Rindern werden ihre Hörner vom Kopf geschnitten, und während ihres kurzen Lebens werden sie oft drei oder vier Mal gebrandmarkt und erleiden dabei Verbrennungen dritten Grades. Die Ohren, Schwänze und Zähne von Schweinen werden verstümmelt. Die Schnäbel von Legehennen werden mit einer heißen Klinge versengt. Die Tiere werden mit Hormonen und Antibiotika voll gepumpt, damit sie schneller wachsen und die schrecklichen Bedingungen überleben, an denen sie sonst durch Stress oder Krankheiten sterben würden.
Nach einem sehr kurzen Leben werden die Tiere zum Schlachten transportiert, oft durch schlimme Wetterextreme und immer ohne Futter und Wasser. Die Transportbedingungen sind
dermaßen schlecht, dass manche Tiere verkrüppelt oder tot beim Schlachthaus ankommen. Laut der USDA sind viele Rinder, hauptsächlich Milchkühe, nicht einmal mehr in der Lage, die Transportfahrzeuge selbständig zu Fuß zu verlassen, und nach Angaben des National Pork Board geht es jährlich mehr als 400 000 Schweinen genauso. Mehr als 100 000 Schweine überleben die harten Transportbedingungen nicht. Und diejenigen, die den Transport überleben, töten und verletzen viele der anderen Tiere – eine Tatsache, die viel über die schlimmen Transportbedingungen aussagt.
Gail Eisnitz hat ein hervorragendes Buch mit dem Titel Slaughterhouse geschrieben. Wenn Du im Internet den Slaughterhouse-Link auf der GoVeg.com-Site anklickst, kannst Du große Auszüge davon lesen. Frau Eisnitz hat USDA-Schlachthaus-Tierärzte, Schlachthausarbeiter, Lastwagenfahrer und andere interviewt, die mit den Zuständen in US-Schlachthäusern bestens vertraut sind. Die befragten Experten konnten bezeugen, dass die Tiere routinemäßig in einem schrecklichen Zustand zur Schlachtung angeliefert werden: an die Wände der Transporter gefroren, in ihrem Kot und Urin an den Transporterboden gefroren, verkrüppelt von der Reise usw. Beinahe tot werden sie einfach an Ketten eingehakt und von der Ladefläche der Transporter gezogen.
Diejenigen Tiere, die den Transport überleben, erleiden immer einen schrecklichen Tod.
Schlachthausarbeiter und -Tierärzte bezeugen, dass die Tiere routinemäßig während der ganzen
Schlachtprozedur bei Bewusstsein sind – ihre Hälse werden aufgeschnitten, ihre Glieder abgehackt, ihre Haut abgezogen, während sie noch bei Bewusstsein sind. Schweine müssen zur Haarentfernung routinemäßig durch brühend heißes Wasser – bei vollem Bewusstsein. Hühner werden im Federentfernungstank bei lebendigem Leibe verbrüht.
Dies lässt sich nicht vermeiden, denn in US-Schlachthäusern werden pro Stunde 1100 Schweine bzw. 400 Rinder am Fließband abgefertigt. In der EU dürfen pro Stunde höchstens 300 Schweine und 75 Rinder geschlachtet werden. Die US-Schlachthausfließbänder laufen also drei- bis sechsmal so schnell wie die in Europa. Und es ist ganz offensichtlich, dass die Tiere immer noch bei Bewusstsein sind, während ihre Kehlen durchgeschnitten und ihre Glieder abgehackt werden.
In PETAs “Meet Your Meat”-Video siehst Du Schlachterei in Reinkultur – Du siehst, wie Kühe und Schweine in einem kleinen Schlachthaus in Massachusetts von einem gelernten Arbeiter geschlachtet werden, der es ganz und gar nicht eilig hat. Und Du siehst klar und deutlich, dass die Tiere immer noch bei Bewusstsein sind, während ihnen die Kehlen durchgeschnitten werden. Bei so hohen Fließbandabfertigungsraten und so unterbezahlten und schlecht ausgebildeten Schlachthausarbeitern ist anzunehmen, dass völlig überflüssige Misshandlung der Tiere eher die Regel als die Ausnahme ist.
Manchmal fragen Leute, wie es mit Milchprodukten ist, da der Missbrauch in der Milchindustrie nicht so offensichtlich ist. Manch einen wird es überraschen zu hören, dass der Missbrauch der Tiere in der Milchindustrie schlimmer ist als in den meisten anderen Bereichen, wo tierische Produkte hergestellt werden. Kühe geben Milch aus dem gleichen Grund wie alle anderen Tiere – für ihre Jungen. Doch wir nehmen ihnen ihre Jungen innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt weg. Die weiblichen Tiere kommen zur Herde der Milchkühe. Viele der männlichen Nachkommen werden für Kalbfleisch aufgezogen. Bildlich gesehen schwimmt in jedem Glas Milch ein großes Stück Kalbfleisch.
Aber das ist nicht alles: Diejenigen, die Milchprodukte konsumieren, unterstützen nicht nur die
Kalbfleischindustrie, sondern auch den Missbrauch der Kühe. Die meisten Milchkühe verbringen ihr ganzes Leben auf hartem Betonboden und werden dadurch oft lahm. Und Milchkühe geben heutzutage viermal so viel Milch wie noch vor 25 Jahren. Stell dir mal eine Menschenmutter vor, die viermal so viel Milch gibt wie normal wäre. Die Euter der Tiere sind so übervoll, dass sie manchmal auf dem Boden schleifen, und die Hälfte aller Milchkühe leidet unter Mastitis, einer schmerzhaften Euterinfektion. Es führt nichts an der Tatsache vorbei, dass die Produktion von Milchprodukten und Fleisch sehr ähnliche Aspekte des Leidens der Tiere beinhalten. Nicht nur für uns, sondern auch für die Tiere ist es am besten, wenn wir so schnell wie nur irgend möglich von tierischen Produkten Abstand nehmen. Es war noch nie so einfach wie heute, vegan zu leben, da in den letzten Jahren viele fantastische Sojaprodukte entwickelt wurden.
Das unglaublichste an den Tiermissbrauchspraktiken, die ich eben beschrieben habe, ist die Tatsache, dass dies alles Routine ist. Hinter allem steckt Profitgier; so sieht die Praxis in der Agrarindustrie tatsächlich aus. Die Industrie erzählt uns zwar, dass nur glückliche Tiere Produkte produzieren, aber das ist Unsinn: Gestresste Tiere essen mehr. Tiere, die sich nicht bewegen können, wachsen schneller. Das Verstümmeln und Vollpumpen der Tiere mit Hormonen und Antibiotika bewirkt, dass die Tiere auch unter solchen Umständen überleben können, unter denen sie sich aus Stress normalerweise gegenseitig umbringen oder krank werden und sterben würden. Und natürlich ist mehr Geld zu verdienen, wenn man die Tiere im Transporter eng zusammenpfercht, als wenn man mehrere Transporter verwendet und den Tieren mehr Platz gibt. Dass bei solchen Massentransporten viele Tiere sterben, wird einkalkuliert. Wenn die Tiere erst
einmal im Schlachthaus sind, sind die unterbezahlten und ständig wechselnden Arbeiter gezwungen, mit einer solchen Geschwindigkeit zu schlachten, dass das Wohl der Tiere dabei völlig auf der Strecke bleibt. Nur der Gewinn zählt; das Wohl der Tiere interessiert hier niemanden.
Also gut, aber wie sieht es mit Fisch aus? Wie schon vorher beschrieben, mögen Fische vielleicht nicht aus Schmerz aufschreien, aber sie empfinden Schmerz ganz genauso wie Säugetiere und Vögel. Dies ist eine physiologische Tatsache, die von Wissenschaftlern auch nicht bestritten wird. Wir haben vielleicht gewisse Probleme, uns in einen Fisch hineinzuversetzen, aber ihre Methoden der Kommunikation über Schallwellen, ihr Geruchssinn und ihre Navigationsfähigkeit lassen uns Menschen ziemlich alt aussehen, und Meeresbiologen wie Jacques Cousteau und Sylvia Earl sagen, dass Fische Individuen mit einzigartigen und interessanten Persönlichkeiten sind.
Egal, wer den Fang einbringt, niemand kann bestreiten, dass die Methoden der Fischzucht und -tötung ziemlich grausam sind. Kommerzielle Fischereiflotten können, wie bereits beschrieben, 350 000 kg Fisch mit einem einzigen Netzauswurf fangen, wobei die Fische durch Erdrücken oder an der Druckverminderung sterben, wenn sie aus dem Meer gezogen werden. Stell Dir mal vor, wie es ist, erdrückt zu werden oder an Druckverminderung zu sterben. Hast Du schon mal Anfälle von Klaustrophobie gespürt, z. B. in einer Menschenmenge in der U-Bahn oder bei einem Konzert? Stell Dir mal vor, wie es sein muss, zu Tode gedrückt zu werden. Oder stell Dir mal den Tod durch Druckverminderung vor – das ist genauso, wie wenn Du den Mond ohne einen Raumanzug betrittst. Durch die Druckverminderung zerreißen oft die Schwimmblasen der Fische und ihre Augen treten aus ihren Höhlen.
Aquakultur ist vielleicht noch schlimmer, und fast ein Drittel der von Menschen verzehrten Fische stammen aus Aquakulturen. In Aquakulturen werden Tausende von Fischen in eine Tonne
oder in abgegrenzte Bereiche des Meeres gezwängt, wobei ein Fisch kaum mehr Platz hat, als sein Körper ohnehin schon einnimmt. Ein Aquakulturtank sieht so ähnlich aus wie eine massive Tonne mit einem Stück gekrümmtem Fleisch darin. Man kann sich kaum vorstellen, dass sich darin wirklich Fische befinden, und man fragt sich, wie auch nur ein einziger Fisch so was überleben kann. Die Antwort: Die Fische werden mit Antibiotika voll gepumpt – dennoch überleben viele Fische diese schrecklichen Lebensbedingungen nicht. Und, wie bereits gesagt, für eine Ausbeute von 1 kg Fisch aus Fischfarmen müssen 4 kg Wildfische verfüttert werden.
Also bedenke stets: Wenn Du Fleisch, Milchprodukte oder Eier konsumierst, trägst Du zu schrecklicher Grausamkeit gegen Tiere bei, auch wenn Du ansonsten ein noch so guter Mensch bist. Und würde jemand einen Hund oder eine Katze so grausam behandeln, würden er und alle anderen Beteiligten wegen Tierquälerei strafrechtlich verfolgt und finanziell belangt werden. Ich weiß, das ganze Thema ist ziemlich unangenehm, aber so sieht nun mal die Wirklichkeit aus. Und wir können vor diesen schrecklichen Tatsachen nicht einfach die Augen verschließen.

 

 

 

 

Quelle: http://www.peta.de/kampagnen/vegetarismus/nutshell/nutshell_d.pdf