Gesundheit

 

Von Bruce Friedrich

 

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Fleisch, Milchprodukte und Eier machen Menschen krank. Sie ruinieren unsere späteren Lebensjahre und bringen uns schließlich um, da sie absolut keine Ballaststoffe oder komplexen Kohlenhydrate enthalten, dafür aber große Mengen an Fetten und Cholesterin. Auf kurze Sicht machen Fleisch, Milchprodukte und Eier einen Menschen häufig dick und träge. Langfristig begünstigt der Konsum dieser Produkte die Entstehung von Herzkrankheiten, Krebs, Schlaganfällen, hohem Blutdruck und einer ganzen Reihe weiterer gesundheitlicher Probleme. Ich möchte gerne ein paar Dinge über die körperliche Beschaffenheit des Menschen sagen und danach auf den Zusammenhang zwischen tierischen Produkten und den schlimmsten Zivilisationskrankheiten, unter denen viele Menschen leiden, eingehen.
Es ist erstaunlich, wie viele scheinbar intelligente Menschen den Mund öffnen, auf ihre Zähne zeigen und etwas über “Eckzähne” sagen – nur um eine Angewohnheit zu rechtfertigen, die ökologisch verheerend ist, grausam gegenüber Tieren und sie wahrscheinlich eines Tages sowieso umbringen wird. Mal ganz abgesehen davon, dass zwischen den „Eckzähnen“ eines Menschen und den Eckzähnen eines Raubtiers Welten liegen (ich frage mich wirklich, ob sich diese Leute schon jemals die langen dolchähnlichen Eckzähne eines Hundes oder Tigers genauer angeschaut haben), hat jeder natürliche Fleischfresser noch eine ganze Reihe weiterer körperlicher Eigenschaften, die denen des Menschen nicht im geringsten ähneln.
Hier einige Beispiele: Alle natürlichen Fleischfresser, wie Hunde und Ratten, produzieren ihr eigenes Vitamin C, während wir Menschen Vitamin C durch den Verzehr von Früchten und Gemüse zu uns nehmen müssen; echte Fleischfresser schwitzen durch ihre Zunge und nicht durch ihre Haut; natürliche Fleischfresser haben scharfe Vorderzähne, scharfe und gezackte Backenzähne und eine Zahnknochendichte, die unsere um ein vielfaches übertrifft und es ihnen ermöglicht, die Knochen ihrer Beute regelrecht zu zermalmen; Fleischfresser haben überhaupt keine Verdauungsenzyme in ihrem Speichel, und ihre Verdauungssäuren sind um ein vielfaches konzentrierter als die der Menschen, damit die Bakterien von verrottendem Fleisch sie nicht töten; natürliche Fleischfresser haben Kiefer, die sich – anders als die Kiefer der Menschen - nur vertikal bewegen und keine mahlenden Bewegungen ausführen können, und sie kauen ihr Futter nicht, sie reißen und schlucken nur; Fleischfresser haben Klauen, um ihre Beute auseinander zu reißen, keine feinmotorischen Finger zum Pflücken; sie haben einen Verdauungstrakt, der nur dreimal so lang ist wie ihr Körper, damit sie schlechtgewordenes Fleisch schnell wieder ausscheiden können; und natürliche Fleischfresser bekommen niemals Arteriosklerose – die
Krankheit, die in den Industrienationen genauso viele Menschen das Leben kostet wie alle anderen Todesursachen zusammen. Und die Liste der körperlichen Unterschiede zwischen Menschen und natürlichen Fleischfressern nimmt kein Ende…
Und denken wir nur mal an natürliche Verhaltensweisen. Wie viele von uns sabbern bei dem Gedanken, ein kleines Tier zu jagen, es in Stücke zu reißen und es zu verschlingen und bei dem Gedanken an das Blut und so weiter? Ich hoffe doch sehr, dass keiner von Euch solche Reaktionen zeigt, aber für einen Fleischfresser ist dies das normalste auf der Welt. Wie viele von uns denken beim Anblick eines Tierkadavers auf der Straße schon „Hmmmm, das würde mir jetzt auch schmecken!“ Nein, wir denken „Oh, das ist traurig!“ oder etwas Ähnliches. Jeder Fleischfresser würde – sofern er Hunger hat – bei so einer Speise kräftig „reinhauen“.
Ja, die Menschen haben gelernt: “Hey, wenn wir alle Bakterien mit Feuer abtöten, bringt uns das Zeug wahrscheinlich nicht um.“ Und vor langer Zeit, als es keine Vegetation für uns gab, fingen wir an, Fleisch zu essen. ABER: Es ist noch immer nicht gut für uns. Nein, es ist sogar so schlecht, dass es viele von uns tötet!
Wie bereits erwähnt, wurde ich 1987 Veganer. Zu dieser Zeit lief ich querfeldein, und als ich Fleisch und Milchprodukte von meinem Speiseplan strich, fiel meine 10 Km-Zeit von ca. 46 oder
47 Minuten auf 42 oder 43 Minuten. Als ich aufhörte, meinen Körper zu zwingen, so viel Energie für die Verdauung von gesättigtem Fett, Cholesterin und tierischen Eiweissen/Proteinen zu verschwenden, bekam ich mehr Energie, mein Stoffwechsel arbeitete schneller, ich verlor ein paar Pfunde, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass ich sie überhaupt hatte, und wurde schneller. Mir fiel auch auf, dass ich weniger Schlaf benötigte, viel mehr Energie hatte und ganz allgemein besser drauf war. Ich bin natürlich kein Einzelfall. Veganer erzählen mir immer, dass sie weniger Schlaf und weniger Kaffee brauchen und mehr Energie haben als jemals zuvor. Sie erzählen mir auch, dass ihre neuentdeckte Energie sie glücklicher gemacht hat.
Dr. T. Colin Campbell gehört zu den führenden epidemiologischen Wissenschaftlern und ist Direktor einer Studie, die von der New York Times als „umfangreichste Studie über den Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Risiko, Krankheiten zu entwickeln“ bezeichnet wurde. Dr. Campbells Studien haben gezeigt, dass – wie er es ausdrückt – „die überwiegende Mehrheit aller Krebsarten, Herzkranzgefäßkrankheiten und anderen Arten von Degenerationskrankheiten durch Umstellung der Ernährung auf eine pflanzliche Ernährung ganz einfach verhindert werden kann.“
Lass uns zunächst über Herzkrankheiten sprechen. An Herzkrankheiten sterben fast genau so viele Nordamerikaner wie an allen anderen Todesursachen zusammen. Bis vor ungefähr 15 Jahren nahm man noch an, dass die Arterien mit dem Alter zwangsläufig verstopfen. Es hieß, wenn Du nicht gerade von einem Bus überfahren wirst oder an Krebs oder etwas anderem stirbst, würden Deine Arterien irgendwann einmal so stark verstopfen, dass Dein Gehirn oder Dein Herz den Geist aufgibt, und das wär’s dann gewesen. Doch dann kam Dr. Dean Ornish und bewies, dass 100 Prozent aller durch verstopfte Arterien ausgelösten Herzinfarkte verhindert werden können – und ich kann nicht oft genug betonen, dass Herzinfarkte die häufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen sind! Dr. Caldwell Esselstyns Untersuchungen kamen zu dem gleichen Ergebnis. Er machte Patienten mit verstopften Arterien praktisch „herzinfarktsicher“ (O-Ton Dr. Esselstyn in der Ausgabe vom August 1999 des American Journal of Cardiology), indem er ihre Cholesterinspiegel auf unter 150 senkte.

Der Cholesterinspiegel eines Veganers liegt bei durchschnittlich 133, der eines Vegetariers bei 161, während der Cholesterinspiegel eines Fleischessers im Durchschnitt 210 beträgt. Die Ärzte mögen bei einem Cholesterinspiegel von 210 vielleicht sagen „Na ja, Du hast Dein Bestes getan,“ aber die Menschen sterben trotzdem wie die Fliegen. Dr. Charles Attwood findet das unbegreiflich: Wenn so viele Leute von Lastwägen überfahren würden wie an Herzinfarkten durch krankmachende Ernährung sterben, würde doch auch etwas unternommen werden!
Und das gleiche gilt auch für Krebs. Ärzte und Wissenschaftler sind hier völlig einer Meinung: Falsche Ernährung ist genauso krebserregend wie Rauchen – also ziemlich krebserregend! Und es ist völlig klar, wie man Krebs verhindern kann. Der World Cancer Research Fund, die American Cancer Society und die Royal Cancer Society in Großbritannien – alles Organisationen, die Krebs erforschen – sind sich einig, dass genauso viele Fälle von Krebserkrankungen durch falsche Ernährung ausgelöst werden wie durch Rauchen entstehen; und die beiden wichtigsten Empfehlungen dieser Organisationen zur Krebsvorbeugung lauten immer: Mehr pflanzliche und weniger tierische Nahrung. Anders gesagt: Vegan leben. Dr. William Castelli, Vorsitzender der Abteilung für Ernährung an der Harvard Medical School und
Leiter der bisher größten Langzeitstudie zu diesem Thema, sagt: “Eine fettarme, pflanzliche
Ernährung…würde das Krebsrisiko um 60 Prozent senken.“

Um Missverständnisse zu vermeiden: Es ist nicht das Fett und auch nicht das Cholesterin, das Krebs auslöst; es sind die tierischen Proteine. Fett und Cholesterin führen zum Herzinfarkt; tierische Proteine lösen Krebs aus. Dr. T. Colin Campbell erklärt, „dass in Studien mit Menschen auch dann eine krebserregende Wirkung festgestellt wird, wenn der Verzehr von Fleisch, Milchprodukten und Eiern nur durchschnittlich und nicht übermäßig ist…und dass für den Menschen kein einziger chemischer Stoff auch nur annähernd so stark krebserregend ist wie die tierischen Proteine.“
Aber was ist mit Milch? Dass es der Molkereiindustrie gelungen ist, den Leuten einen solchen Blödsinn zu verkaufen, nämlich dass Milch gut für sie sei, ist wirklich bemerkenswert und zeigt, dass Werbung durchaus wirkt, vorausgesetzt, man steckt genügend Geld in die Werbung. Doch niemand würde hier auf die Idee kommen, zu behaupten, Milchtrinken sei etwas völlig natürliches – denn was könnte unnatürlicher sein als eine Spezies, die die Brustausscheidungen einer anderen Spezies trinkt? Nein, die Natur hat hier keinen Fehler gemacht – Milch von Hundemüttern ist für Welpen da, Milch von Kängurumüttern für Kängurubabys, Milch von Rattenmüttern für Babyratten, Milch von Mutterkühen für Kälber…aber warte mal! Menschen könnten doch auch Kuhmilch trinken, auch die Erwachsenen, die in ihrem Alter eigentlich überhaupt keine Milch mehr trinken sollten, von welcher Mutter auch immer. So geht’s natürlich nicht.
Trotzdem möchte uns die Molkereiindustrie gerne glauben machen, dass ihre Milchprodukte unsere Knochen schützen und stärken. Tatsache ist jedoch, dass klinische Studien und Bevölkerungsstudien uns das Gegenteil beweisen. Dort, wo am meisten Milchprodukte konsumiert werden, erkranken auch am meisten Menschen an Osteoporose. Bitte besuche PETAs Website DumpDairy.com, wo du alles über den Zusammenhang zwischen Fleisch- und Milchkonsum und Osteoporose erfährst. Was die Forscher der Molkereiindustrie alles tun, um Studienergebnisse zu verdrehen, würde George Orwell vor Neid erblassen lassen, doch letzten Endes ist doch völlig klar, dass die Molkereiindustrie vom Profit angetrieben wird, und sie opfert unsere Gesundheit, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern - nur für den Profit!
Vor kurzem hat die Tatsache, dass Kinder immer dicker werden, die Gemüter sehr erhitzt. Einer der Übeltäter ist die alkoholfreie Getränkeindustrie in den USA, die Verträge mit Schulen abschließt, um ihre Getränke noch besser zu verkaufen. Die Molkereiindustrie sah fette Gewinne auf sich zukommen, es müsste ihr lediglich gelingen, die Dominanz der Limonadenhersteller in Schulen zu bezwingen. Was also unternahm die Molkereiindustrie? Sie führte ein Produkt ein, das – verglichen mit Limonade - noch mehr Zucker enthält und mehr als doppelt so viele Kalorien – 460 Kalorien pro Flasche und 16 Gramm Fett obendrein! Fast so viel Fett wie in einem McDonalds „Happy Meal“, dabei handelt es sich hier nur um ein Getränk. Milchprodukte garantieren Übergewicht, Herzkrankheiten, Trägheit und eine Unmenge anderer Probleme.
Dass die Molkereiindustrie noch behauptet, den Kindern etwas Gutes zu tun, ist moralisch verwerflich.
Andererseits: Verglichen mit Fleischessern beträgt die Wahrscheinlichkeit, Übergewicht zu entwickeln, bei einem Vegetarier ein Drittel und bei einem Veganer ungefähr ein Zehntel. Man kann ein fetter Veganer oder ein magerer Fleischesser sein. Aber Veganer sind im Durchschnitt 10 bis 20 Prozent leichter als Fleischesser. Für weitere Fragen hierzu empfehle ich Dr. Neal Barnards Essen fürs Leben oder Dr. Dean Ornishs Mehr essen, weniger wiegen.
Und weil vielen Leuten ihre Lebensqualität viel wichtiger ist als ein langes Leben, schauen wir uns mal an, wie es beim Sex aussieht. Veganer sind meistens wesentlich leichter als Ovo-Lakto-Vegetarier oder Fleischesser und haben in aller Regel mehr Energie, sie brauchen weniger Schlaf usw. Diese Aspekte einer veganen Lebensart können das Sexualleben eines Menschens ganz klar bereichern. Verstopfte Arterien blockieren den Blutfluss in Deine Gliedmaßen, bevor sie den Blutfluss zum Herzen abschneiden und Dich töten. Die Folge ist eine schlechte Durchblutung; für Männer bedeutet dies Impotenz. Und wenn wir schon beim Thema sind: Cholesterinsenkende Medikamente zu schlucken hilft Dir hier wenig. Viele cholesterinsenkende Medikamente haben als Nebenwirkung u.a. ein vermindertes sexuelles Verlangen und verminderte Potenz. Wirf das Viagra aus dem Fenster, eine vegane Lebensart ist natürliches Viagra.
All dies gilt für Fisch genauso wie für andere tierische Produkte: Fisch enthält ebenfalls keine
Ballaststoffe oder komplexen Kohlenhydrate und ist voller Cholesterin. Außerdem findet man in Fisch oft Schwermetalle oder andere verunreinigende Substanzen aus dem Wasser. Wir haben alle gehört, wie vor hohen Quecksilberbelastungen in Fisch gewarnt wurde und dass schwangere Frauen keinen Fisch essen sollten. Doch wenn Fisch für schwangere Frauen nicht gut ist, kann er auch für niemand anderen gut sein. Laut dem U.S. Government Accounting Office (GAO) führen unzulängliche Regelungen dazu, dass unsicherer verunreinigter und verdorbener Fisch oft auf die Theken der Lebensmittelgeschäfte gelangt. Tatsächlich werden in den USA 15 Prozent aller durch Lebensmittel übertragenen Krankheiten durch verunreinigten Fisch ausgelöst, obwohl Fisch nur einen kleinen Teil aller konsumierten Lebensmittel ausmacht. Mancher Fisch wird zum Verkauf angeboten, ohne auch nur einmal genauer untersucht worden zu sein; und sogar dort, wo die FDA die Aufsicht hat, bestehen laut GAO viele Prüfungen nur aus Papierkram, und sogar ernsthafte Verstöße führen nur selten zu einer Alarmierung der Verbraucher. Es gibt wirklich nichts Gutes an Fisch. Man hört zwar von den cholesterinsenkenden Eigenschaften der Omega 3- und 6-Fettsäuren, aber diese findet man genauso in vielen veganen Lebensmitteln, z. B. in
Leinsamenöl. Und wenn Dein Cholesterinspiegel unter 150 ist – und der durchschnittliche
Cholesterinspiegel eines Veganers beträgt, wie schon zuvor erwähnt, 133 – wäre es doch mehr als merkwürdig, wenn Du trotzdem einen Herzinfarkt hättest.
Fleisch- und Milchprodukte, selbst Bio-Produkte, sind für unsere Gesundheit kein bisschen besser. Die meisten Tierprodukte sind voller Antibiotika, Dioxine und Krankheitserreger wie E. Coli, Salmonellen und Campylobacter. Millionen Menschen werden jedes Jahr krank, weil sie verunreinigtes Fleisch gegessen haben, vor allem Hähnchen und Meerestiere, und Tausende sterben daran. In den USA nehmen laut Umweltbehörde Konsumenten von Fleisch und Milchprodukten mit der Nahrung 22mal die zulässige Dioxinmenge auf. 95 Prozent der Dioxinbelastung geht von Fleisch, Milchprodukten und Eiern aus. Die restlichen 5 Prozent kommen aus der Umwelt; vegane Lebensmittel enthalten praktisch kein Dioxin.
Wenn Dir Deine Gesundheit wichtig ist und Du so vital wie möglich sein willst, wenn Du so gut aussehen willst wie nur irgend möglich und so viel Gutes wie möglich tun willst, dann wäre es vernünftig, wenn Du Dich für eine vegane Ernährung entschließen würdest.

 

 

 

 

Quelle: http://www.peta.de/kampagnen/vegetarismus/nutshell/nutshell_d.pdf